Über mich

Action und Spass beim Spaziergang :-)

Über mich

Ich bin in Schwarzach im Pongau geboren und lebe seit meiner Kindheit in St. Veit im Pongau. Hauptberuflich bin ich bei Gericht als Abteilungsleiterin beschäftigt.

Meine Liebe aber galt immer schon den Tieren.

Das Zusammenleben mit Tieren jeglicher Art hat meine Persönlichkeit und meine Entwicklung sehr geprägt und sicherlich viel dazu beigetragen zu einem sozialen und mitfühlenden Menschen heranzuwachsen. Schon als junges Mädchen habe ich angefangen Tiere zu beobachten und die dazugehörigen Menschen im Umgang mit diesen. Für mich war die Art wie ein Mensch mit Tieren umging, immer so eine Art Gradmesser für das Gute im Menschen. Ist übrigens bis heute so geblieben Cool

Als ich den ersten Kontakt mit einer Hundeschule hatte, war ich etwa 13 Jahre alt. Ich war damals nur Zaungast und konnte aus der Entfernung zusehen wie sie dort ihre Schäferhunde "trainierten". Es hat mich zutiefst erschreckt wie brutal dort manche Menschen im Umgang mit ihren Hunden waren, mit der Rechtfertigung so sei es immer schon gewesen und Schäferhunde würden diese Behandlung brauchen. Damit konnte und wollte ich mich nicht abfinden. Welches Lebewesen würde so eine Behandlung schon "brauchen"?   (Mittlerweile sind halt aus den Schäferhunden, Staffs und Pitbulls geworden) Traurig

 Mir stellte sich vor allem die Frage,  nach dem Warum!

Warum war das so und mit welchen Recht wurde Hunde so sehr von ihren Besitzern unterdrückt? Erst viel später verstand ich irgendwann, dass dies wohl aus einer Art des Machtgefühls und gleichzeitig aus Angst resultiert.  Angst vor Kontroll-oder Machtverlust vielleicht?

Meine Antwort für mich selber lautetet auf alle Fälle ganz eindeutig dass dies doch eigentlich nur "schwache" Menschen sein konnten, die so handelten. (Diese Erkenntnis habe ich auch übrigens heute nochCool) Wer es nötig hat zu unterdrücken kann nicht stark sein!

Ich wuchs in einer Familie auf, wo Tieren Respekt und Achtung entgegengebracht wurde und umso schwerer tat ich mich mit diesen Dingen.

Es war mir damals schon zutiefst zuwider von einem fühlendem Wesen, absoluten Gehorsam und Unterordnung zu verlangen. Wozu denn auch? Folgsamkeit ja klar, doch warum sollte ich von einem Familienmitglied verlangen, sich mir total unterzuordnen? Sollte das der Sinn eines Hundelebens sein? Traurig

Jahre später dann, besuchte auch ich eine Hundeschule. Natürlich eine, von der ich glaubte, die würden gut und verantwortungsvoll, vor allen Dingen aber, ohne Zwang, arbeiten. Es war weniger, aus dem Bedürfnis heraus, meine Hunde "abzurichten", vielmehr war es der Wunsch mit Gleichgesinnten zusammen zu sein und Erfahrungen auszutauschen.

Mit Sheila meiner sehr charakterstarken Hündin war das ja auch kein großes Problem. Nicht so aber mit Enzo, einem Galgo Espanol und meinem ersten Hund aus dem Tierschutz. (ein Hund voller Verhaltensauffälligkeiten und sehr ängstlich) Ich möchte mich heute noch bei ihm für diesen großen Fehler entschuldigen. "Tut mir leid Enzo, aber ich wusste es damals einfach noch nicht besser"! In Bundesheermanier wurde Sitz, Platz, Fuß kommandiert und wurde ein "Bei Fuß" nicht ordnungsgemäß durchgeführt, wurde der Hund am Halsband gerissen, dass es ihn fast von den Beinen hob. Das Fass zum Überlaufen brachte aber ein Trainer, der einen Hund, der sein Frauchen angeblich angeknurrt hatte, solange würgte, bis dieser die Augen verdrehte. Er drückte dem Frauchen dabei die Leine in die Hand, damit der Hund wenn er wieder ganz zu sich kam, als erstes sein Frauchen sehen konnte. Der Hund sollte lernen wer das Sagen hat.  Traurig

Ich war schockiert! Das war nicht meine Welt und Enzo und mich hat man dort, nie mehr gesehen! Aber wohin mit einem Hund, der einem das halbe Haus ruiniert und einfach nicht rein wird? Danke Enzo! Denn durch dich kam ich auf meinem Weg! Ich fing an Literatur zu durchforsten, fing an Enzo zu beobachten, versuchte ihn zu "lesen", recherierte und las jedes Buch über Hundetraining und Hundeerziehung, das am Markt war. Enzo wurde Dank meiner souveränen Ersthündin Sheila und meinen immer neueren Erkenntnissen, was Hunde brauchen,  zu einem wundervollen und treuem Begleiter. Trotzdem habe ich viele Dinge falsch gemacht, weil einfach die Erfahrung fehlte. Erst Jahre später, als Enzo mit nur 11 Jahren, aufgrund einer schweren Erkrankung viel zu früh, von uns gegangen war und ich wieder einem Hund aus dem Tierschutz eine Chance geben wollte, entschloss ich mich nun endgütlig meinen Traum wahrzumachen und begann meine Ausbildung zur Problemhundetrainerin. Zugegeben, nicht ganz freiwillig, denn unser neues Familienmitglied, das aus einer Tötungsstation gerettet wurde, zeigte mir nun wirklich die Grenzen auf! Und wie es halt im Leben so ist, ist keiner meiner Hunde "zufällig" zu mir gekommen. Jeder einzelne von ihnen war und sind meine grössten Lehrmeister. Ich durfte lernen und beoachten und habe viele Erkenntnisse wieder über den Haufen geworfen,  da mir meine Hunde zeigten, dass es eben nicht so ist, wie im Lehrbuch geschrieben! Nur ihr habt mich dazu gebracht, über den Tellerrand hinaus zu schauen und habt mich gelehrt, nochmehr Respekt vor euch wunderbaren Wesen zu haben! Jeder von euch hat mir gezeigt, dass kein Hund, "diese Behandlung" braucht.

Ellie, meine letzter Neuzugang, eine kleine hübsche Staffmischlingsdame, die schwer misshandelt und traumatisiert zu uns kam, hat mich in all dem, was ich ja eigentlich schon wusste wieder bestätigt und dafür kann ich nur Danke sagen.

Ellies Angst vor Menschen war unbeschreiblich groß und da sie mit menschlicher Berührung nichts anfangen konnte, biss sie schon mal so fest zu, dass ich die erste Zeit meistens mit blauen Flecken verziert war .Cool 

Diese kleine bissige Maus hat mich so unglaublich viel gelehrt! Sie hat mich gelehrt, meine Ungeduld zu zügeln. Sie hat mich gelehrt nichts zu erwarten, doch dankbar zu sein, für jeden klitzekleinen Fortschritt. Sie hat mich aber vor allen Dingen gelehrt, dass alles möglich ist, wenn man nicht aufgibt. Durch Ellie durfte ich komplett neue Wege beschreiten und ich durfte viel über Deprivation und mangelnde Sozialisierung lernen. Es ist ein Unterschied, aus dem Lehrbuch darüber zu wissen, oder so einen Hund zu Hause zu haben.Cool Aus Ellie ist mittlerweile ein fast "normaler Hund" geworden, die uns jeden Tag auf ihre ganz eigene Art, verzaubert.  Ein Hund mit Macken zwar, aber auf ihre Art so unglaublich liebenswert, dass sie uns jeden Tag aufs Neue zum Lachen bringt.

Wäre Ellie in die falschen Hände gekommen, die ihr Beissen als Aggression bewertet hätten und wäre mit Dominanz und Härte erzogen worden, möchte ich mir nicht ausdenken was aus ihr geworden wäre. Traurig

Mittlerweile habe ich mit sehr vielen Hunden arbeiten dürfen. Pits, Staffs, Rottweiler, Malis, Herdenschutzhunde, all diese Rasssen, die angeblich eine andere Behandlung brauchen. Ich hatte Hunde dabei, die Menschen ohne zu zögern angefallen haben, Hunde die Verhalten zeigten, die mich manchmal selbst ratlos werden liessen und manchmal zweifeln liessen, ob es wirklich immer ohne Druck und Gewalt geht. Ich hatte Hunde dabei, die ohne zu Warnen nach vorne gingen und in absoluter Beschädigungsabsicht handelten. Ich sah Hunde die so ängstlich waren, dass sie nur beim Anblick eines Menschen unter sich machten. Traurig Ich weiß ich habe viel gelernt, doch längst nicht alles was es zu lernen gibt! Cooldoch  ich kann euch sagen, ich bin stolz darauf sagen zu können, dass es selbst bei den schlimmsten Fällen immer zu einer Verbesserung kam und dies nie mit Gewalt oder Druck durchgesetzt wurde. Viele Menschen die bei mir Hilfe suchten, können heute wieder ohne Angst mit ihren Hunden zusammenleben.

Ich werde meinen Prinzipien und Idealen also weiterhin treu bleiben und werde weder Körper, noch Würde, noch die Seele eines mir anvertrauten Tieres je verletzen und ich glaube sagen zu können, dass ich bis jetzt gut damit gefahren bin. Wer meine Zeilen bis jetzt gelesen hat, wird sich wahrscheinlich mit meinen Idealen nicht schwer tun und wer abrichten und unterdrücken will, ist sicherlich woanders besser aufgehoben. Cool

 

 

 

 

Gemeinsam sind wir stark :-)

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maria | Antwort 09.11.2016 16.03

danke für Ihre zeilen. auch bei Tieren - Liebe , Respekt und Achtung nur ich werde mich keinem Tier unterordnen; liebe Schlange, geh mir bitte aus
Weg .

Annemarie Aigner | Antwort 29.09.2016 19.47

mir standen die tränen in den augen bei diesen zeilen - danke dafür!

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Neueste Kommentare

15.03 | 07:46

Danke Vronie! Ich seh unser Puppi jetzt mit ganz anderen Augen!
Kann nur jedem empfehlen mal mit Vronie eine Stunde zu nehmen.
danke!

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09.11 | 16:03

danke für Ihre zeilen. auch bei Tieren - Liebe , Respekt und Achtung nur ich werde mich keinem Tier unterordnen; liebe Schlange, geh mir bitte aus
Weg .

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29.09 | 19:47

mir standen die tränen in den augen bei diesen zeilen - danke dafür!

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25.08 | 10:03

Hallo liebe Ilse!
War ein super Seminar und ich würde mich freuen, wenn wir uns mal wieder sehen würden!
Ganz liebe Grüße
Vroni

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